Cordhosen und Jeans für Herren - fair und ökologisch hergestellt

Wenn man Cordhosen mag, hat man echt ein Problem ... weniger!

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Es gibt Herrenjeans und Cordhosen im bequemen Jeansschnitt mit 5 Pocket Form und geradem Beinverlauf.

 

Cordhosen gibt es in den Farben blau, grau und schwarz.

Jeans in den Farben blau und dunkelblau.

Nur im Sommer, solange der Vorrat reicht, gibt es auch Shorts.

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Hier begleite ich die Entwicklung meines kleinen Unternehmens/Modelabels für ökologisch und fair hergestellte Cordhosen und Bio-Jeans (siehe Gründungsidee) von der Idee bis zur Markteinführung und darüber hinaus.

Darüber hinaus beschreibe ich alle wichtigen Schritte und Gedankengänge.

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Die Grundidee der  Cordhosenkampagne ist, eine mode-unabhängige und saison-übergreifende Quelle von Cordhosen für Cordhosenliebhaber zu sein.

 

Damit die Hosen mit gutem Gewissen angeboten und gekauft werden können, werden sie nicht auf Kosten von anderen oder der Umwelt hergestellt.



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4. Charge: Liefertermin Anfang Juni

Cordhosen
Letzte Woche kam die Nachricht: Anfang Juni wird die 4. Charge Cordhosen ausgeliefert werden können.

  • Zu Erinnerung, die Hosen werden nun aus ungefärbten Cordstoff hergestellt, das heißt die Stofffarbe ist die von hellem Elfenbein. Zusammen mit der von mir getesteten Farbe, ist die Färbung in der Waschmaschine völlig problemlos. Daher sind nun endlich auch die Farben möglich, die es noch nie gab, wie gelb, orange, verschiedene Rot-, Blau und Grüntöne!!!
  • Blaue, graue und schwarze Cordhosen gibt es immer noch in den meisten Größen ohne eigene Färbung.

Shorts
Ein paar Shorts von HempAge aus Hanf und Baumwolle sind noch da, ich habe den Preis herunter gesetzt, denn Shorts sind halt doch keine Cordhosen. Als ob ich das nicht schon vorher gewusst hätte. Trotzdem kommen Shorts im Freibad besser als Cordhosen.

Greengewashed oder nachhaltig?


Letzte Woche habe ich im br2 Zündfunk Generator einen interessanten Podcast zum Thema Green Washing, Recycling und Fair Fashion gehört, und ich möchte das Wichtigste hier kurz zusammenfassen.

Der Podcast und dieses Interview sind als weitere Quellen trotzdem absolut hörens- bzw lesenswert!

Podcast: Aus alt mach neu - Wie nachhaltig ist Recycling in der Mode?

Interview von Franziska Uhl mit Kai Nebel, einem Wissenschaftler im Bereich Textiltechnik an der Hochschule Reutlingen

 

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Bemühungen aller großen konventionelle Bekleidungshersteller für Umwelt, Nachhaltigkeit oder die Rechte der Arbeiterinnen haben viel mehr mit Greenwashing zu tun, als mit echten Bestrebungen für echte Verbesserungen für irgendwen oder irgendetwas.

Für die Kundenkommunikation, sprich Werbung, sind die zurzeit wichtigsten Faktoren Authentizität und Nachhaltigkeit. Und diese beiden Punkte wollen Firmen in ihrer Werbung besonders betonen.

Das die Werbung funktioniert, sieht man an den steigenden Verkaufszahlen in der Bekleidungsbranche, im Schnitt kauft jede und jeder Deutsche 60 Kleidungsstücke im Jahr. Und der Konsum, sprich Verbrauch steigt immer weiter!

H&M verspricht zum Beispiel, aus alten Kleidungsstücken neue herzustellen. Das klingt so, als würde die neue Kollektion aus den Fasern der vergangenen Kollektionen hergestellt.


Dafür kann man seine alten Klamotten bei H&M gegen einen Rabatt beim Neueinkauf abgeben.
Diese Klamotten werden dann an einen Textilsortierer verkauft. Die noch tragbaren Sachen werden nach Afrika oder Osteuropa verkauft (und bringen die dort eventuell noch vorhandene einheimische Bekleidungsindustrie in große Schwierigkeiten) oder man macht Putzlappen oder Dämmmaterial daraus. Als Textilfaser für neue Klamotten wird nur der geringste Teil verwendet.

Der Grund dafür ist, dass man Kleidung gar nicht vernünftig recyceln kann. Der Teil der Klamotten, den man nach arbeitsintensivem Sortieren, Entfärben und Herausschneiden der Metallteile übrig behält und der nicht aus Mischgeweben besteht, der wird gehächselt und zu neuen Baumwollfasern verarbeitet. Diese Fasern sind aber qualitativ minderwertiger, weil kürzer als Neufaser, weshalb man einem recycelten Kleidungsstück nur einen Anteil von höchstens 30% recyceltet Fasern beimischen kann. Ein recyceltes T-Shirt besteht also zu mindestens 70% aus neuen, frischen Baumwollfasern!

Auch die Zugabe von Plastik zur Kleidung ist bedenklich. In der Werbung wird davon gesprochen, wie der Müll aus dem Meer gesammelt und sinnvoll als Bekleidungsstück wieder verwertet wird. Für die Bekleidungshersteller sind Plastikmüll oder alte PET Flaschen ein billiger und damit willkommener Rohstoff, und sie verwenden ihn daher gerne und wollen seine Verwendung noch ausbauen!


Aber Kunststoffe lösen sich bei jedem Waschgang in Form von Mikrofasern aus der Kleidung und gelangen aufgrund ihrer geringen Größe durch jedes Sieb und jeden Filter ins Abwasser, später ins Meer und am Ende in uns.

Das den großen konventionellen Bekleidungsherstellern das Wohl der Menschen, die die Sachen z.B. in Bangladesch herstellen, nicht wirklich am Herzen liegt, wurde durch den zähen Kampf um den Entschädigungsfond nach dem Fabrikeinsturz von Rana Plaza im Jahr 2013 deutlich. Zur Erinnerung, damals waren ca. 1200 Menschen gestorben, weil sie von ihren Aufsehern gezwungen worden waren, in einem von der Polizei gesperrten, einsturzgefährdeten Haus zu arbeiten, dass dann leider auch wirklich einstürzte. In dieser Fabrik fertigten viele namhafte Unternehmen und viele davon haben Jahre gebraucht, bis sie die, für ihre Verhältnisse kleinen Beträge in den Entschädigungsfond eingezahlt haben.

In Bangladesch ändern sich jetzt zwar langsam unter dem Druck der Öffentlichkeit die Arbeitsbedingungen, aber nur bei den direkten Zulieferern. Deren Subunternehmen sind davon ausgenommen. Das das nicht sinnvoll ist, ist klar.

Selbst diese kleinen Verbesserungen für die Textilarbeiterinnen sind für manche Bekleidungshersteller schon Grund genug aus Bangladesch nach Myanmar ab zuwandern, wo nicht so viele Regularien gibt.

Zwar gibt es in Deutschland das "Bündnis für nachhaltige Textilien" in Zukunft mit dem "grünen Knopf" als Erkennungsmerkmal für "gute" Bekleidung. Die dort zusammengeschlossenen Hersteller, Gewerkschaften und NGOs bemühen sich für weniger Kinderarbeit, mehr Umweltschutz, gerechtere Löhne, Brandschutzabkommen, Arbeiterrechte, usw, aber das Bündnis ist ein rein freiwillige Veranstaltung, basierend auf Selbstverpflichtungserklärungen der Bekleidungshersteller. Es gibt keine Sanktionen und unabhängige Kontrollen vor Ort, und in den Firmen gibt es ganze Abteilungen, die wissen, wie man einen Nachhaltigkeitsbericht schreibt, so das er gut klingt. Nach meinem Sprachgefühl ist die Wikipediaseite zum Textilbündnis bereits in diesem Stil geschrieben.

Kathrin Hartmann, Journalistin und Buchautorin von "Die grüne Lüge. Weltrettung als profitables Geschäftsmodell" sagt dazu, dass die Politik nicht von uns verlangen soll, fair von unfair hergestellten Produkten zu unterscheiden und dann die fairen zu kaufen, sondern dass sie dafür sorgen soll, dass wir nur faire Produkte zur Auswahl habe!
Es geht ihr nicht um Bevormundung, sondern viel mehr um die Tatsache, dass uns als Verbraucher Sachen zum Kauf angeboten werden dürfen, die unter Menschenrechtsverletzungen hergestellt worden sind.

Ganz abgesehen davon: Der Marktanteil von fair und bio liegt vielleicht bei 1%. Das bekannteste und glaubwürdigste Siegel für fair und bio, nämlich G.O.T.S tragen nur 5 von 10000 Kleidungsstücken, das sind 5 Promille. Das heißt für mich, dass es den meisten Menschen leider völlig egal ist, wie, vom wem und unter welchen Bedingungen ihre Bekleidung hergestellt worden ist.

Wenn man aber nachhaltiger unterwegs sein will, gibt es nur eines: den Verbrauch von Bekleidung zu reduzieren, also die Sachen länger zu tragen, zu tauschen, zu reparieren und am Ende als Lappen zu verwenden. Alles andere ist nicht nachhaltig, egal was die Werbung der konventionellen Bekleidungshersteller sagt.

4. Charge - Die letzten Schritte auf dem Weg zur Produktion

Bild einer farblosen, hellweissen Cordhose
Ungefärbte Cordhose

Wir sind mit unseren Vorbereitungen auf der Zielgerade, bevor die Produktion der vierten Charge Cordhosen bald beginnen kann.

Diese Woche habe ich eine ungefärbte Muster-Cordhose probehalber eingefärbt, um zum letzten Mal zu testen, dass wir das Einlaufen des Stoffes mit der ersten Wäsche richtig berechnet haben.

Welche Farben?

18 Farben von gelb über rot, blau und grün bis schwarz
Textilfarben von simplicol

Meine bevorzugte Methode eine Cordhose zu färben, ist die Textilfarbe für die Waschmaschine von simplicol zu nehmen, die ich auch bei uns im dm kaufen kann.

 

Diese gibt es in Drogerien, im Internet oder bald auch über diese Seite hier zu beziehen.

Simplicol Textilfarben sind erhältlich in 18 Farben.

 

Ein paar dieser Farben können zusammen mit einer ungefärbten Cordhose über diese Seite bestellt werden.

 

Das werden die

  • Blautöne Nacht-Blau,
  • Royal-Blau und
  • Opal-Petrol,
  • das Rubin-Rot, 
  • das Oliv-Grün,
  • das Safari-Khaki,
  • das Espresso-Braun,
  • das Elegantes-Grau und
  • schließlich Samt-Schwarz sein.

Bei den anderen Farben bin ich mir nicht sicher. Dazu habe ich eine kleine Abstimmung vorbereitet.

 

https://www.cordhosenkampagne.de/mitmachen/

 

Hier dürft Ihr gerne eintragen, wenn Ihr weitere Farben zusammen mit Eurer ungefärbten Cordhose bestellen können wollt.

 

Das könnten sein: Fröhliches Pink, Sinnliche Beere, Lavendel-Lila, Karibik-Türkis, Wald-Grün, und Frühlings-Grün.

Wie färbe ich eine Cordhose in meiner Wunschfarbe?

Das Färben einer Cordhose ist ziemlich einfach! Und natürlich gibt es dafür viele Möglichkeiten.

Die am wenigsten aufwendige ist, sich in einer Drogerie Textilfarbe zu besorgen und damit zu färben.

Eine andere Möglichkeit ist es, mit Naturfarben zu arbeiten. Hier habe ich aber noch keine Erfahrung. Das kommt später.

Ich habe erst einmal damit begonnen, indem ich zu dm gegangen bin und mir die <Textilfarbe intensiv>, in meinem Fall natürlich in nacht-blau, von Simplicol gekauft habe.


Mit dieser Farbe konnte ich bei 40°C in der Waschmaschine und musste keine weiteren Zusätze wie z.B. Salz kaufen.

Der Ablauf ist ziemlich einfach:

  • ungefärbte Cordhose in die Waschmaschine geben
  • die Flasche und den Beutel aus der Packung öffnen und zur Hose in die Waschmaschine geben
  • nun das ganze mit dem Programm <Pflegeleicht ohne Vorwäsche> bei 40°C waschen
  • nach dem Waschen: Flasche und Beutel entnehmen
  • die gefärbte Hose, diesmal mit Waschmittel, bei 40°C einmal kurz nach waschen ... fertig!

Das habe ich mittlerweile mehrfach gemacht, und es funktionierte immer.

Und wie sieht die Waschmaschine anschließend aus?

Blau? Nein!

 

Die Waschmaschine kann danach immer noch zum Waschen verwendet werden!
Auch anschließende Wäschen sind nicht verfärbt. Die ganze restliche Farbe ist beim zweiten Waschen weg gespült worden!

Welche Farben sind möglich?

Viele!

 

Auf der Webseite von Simplicol können 18 verschiedene Farben bestellt werden, quasi einmal quer durch den Regenbogen, dazu auch schwarze, graue und braune Farbtöne.

Auch können auf Wunsch weitere Farben erzeugt werden, indem mit zwei Simplicol Farben gefärbt wird, dazu gibt es auf der Seite und auch als App einen Farbmischer. Damit kann virtuell am Bildschirm die Farbe bestimmt werden.

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Die 4. Charge: Cordhosen bald in allen Farben!

Ungefärbter Cordstoff hat die Farbe von hellem Elfenbein!
Ungefärbter Cordstoff hat die Farbe von hellem Elfenbein!

Immer wieder werde ich gefragt, wann es denn die Cordhosen in braun gäbe,

oder in grün,

oder in hellgrau,

oder in rot

usw...

 

Eigentlich nie, musste ich bisher immer antworten. Denn entweder ringe ich mit der Weberei um die Mindestabnahmemenge Cordstoff, die ich kaufen muss oder mit dem Hosenhersteller um die Mindestmenge Cordhosen, die sich im Rahmen der Produktion einfärben lassen.

 

Daher beläuft sich die kleinste Anzahl Cordhosen, die ich in einer Farbe herstellen lassen kann, auf ca. 80 Stück. Und das ist leider deutlich zu viel für die meisten Wunschfarben.

ABER, warum müssen denn die Hosen in der Produktion gefärbt werden? Geht das nicht auch anders?

Doch das geht und zwar mit folgender Idee:

Ich lasse Cordhosen aus ungefärbtem Stoff herstellen, liefere diese an meine Kunden und diese färben sich ihre Hose in ihrer Wunschfarbe. In meinem Fall wäre das blau!

Das Färben ist ganz einfach: Bei dm und anderen Drogerien gibt es Textilfarbe, die mit der Hose zusammen in die Waschmaschine gegeben wird. Dann wird die Hose einmal mit der Farbe gewaschen und einmal ohne (um die überschüssige Farbe loszuwerden). Fertig ist die Färbung!

Ich habe das mittlerweile einige Male ausprobiert und bin erstaunt, wie unproblematisch das ist.

Und damit das keine bloße Idee bleibt, bin ich zurzeit dabei, alles für die Herstellung der vierten Charge Cordhosen vorzubereiten.

 

Einen Produktionstermin im Februar haben wir bereits! (Das ist auch gut so, denn es gibt nur noch wenige blaue Cordhosen.)

 

Es bleibt spannend und noch einiges zu tun!

Viele cordiale Grüße
Alex


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